Sichere Geldanlagen: Ein Überblick

14. Januar 2015 – 23:51

clever-sparenDer Kapitalmarkt bietet Sparern verschiedene Möglichkeiten, ihr Vermögen zinsbringend anzulegen. Doch für welche Bedürfnisse eignen sich Tages- oder Festgeldanlagen, verzinste Girokonten oder das gute alte Sparbuch? Um am Weltspartag bei der Geldanlage keine kapitalen Fehler zu machen nehmen wir im Folgenden die am meisten verbreiteten Geldanlageformen unter die Lupe und werfen einen Blick auf ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.

Der frühere Klassiker: Das Sparbuch

Das Sparbuch als früherer Klassiker unter den Spareinlagen war lange Zeit bei vielen Verbrauchern sehr beliebt. Eine schnelle Verfügbarkeit der Einlagen und die hohe Sicherheit galten lange Zeit als wichtigste Vorzüge dieser Anlageform. Dem stehen jedoch ein begrenzter Verfügungsrahmen und eine momentan schwache Verzinsung entgegen. Daher spielt dieses Finanzprodukt gegenwärtig – trotz seiner langen Tradition – nur noch eine sehr kleine Rolle.

  • Größter Vorteil: Sicherheit. In aller Regel hat ein Sparbuch keine Online-Funktion und kann damit auch nicht Ziel eines diesbezüglichen Angriffs werden.
  • Größter Nachteil: Geringer Verfügungsrahmen. Ohne vorherige Kündigung dürfen monatlich nur bis zu 2.000 EUR abgehoben werden, sonst werden Vorschusszinsen fällig.

Geht immer: Tagesgeld

Ein Tagesgeldkonto geht eigentlich immer. Dank einer im Verhältnis zur aktuellen Finanzmarktlage zumeist guten Verzinsung und der freien Verfügbarkeit eignet sich diese Sparform praktisch für jeden Anleger. Zwar fordern manche Anbieter von Tagesgeldkonten die Einzahlung eines bestimmten Mindestbetrages, grundsätzlich ist diese Hürde aber leicht zu bewältigen, da die aufzubringenden Summen normalerweise nicht allzu hoch sind.

  • Größter Vorteil: Tägliche Verfügbarkeit. Über Tagesgelder kann ohne Rücksicht auf Höchstbeträge oder Kündigungsfristen jederzeit in voller Höhe verfügt werden.
  • Größter Nachteil: Die Zinsen können sich täglich ändern – also auch fallen. Eine Planung ist daher kaum möglich.

Bei langen Laufzeiten mit Vorsicht zu genießen: Festgeldanlagen

Wer einen höheren Geldbetrag kurz- oder mittelfristig nicht benötigt, kommt oft auf den Gedanken, ein Festgeldkonto zu eröffnen. Mit dieser Anlageform kann ein bestimmter, zum Zeitpunkt der Kontoeröffnung vereinbarter Zinssatz über die gesamte Laufzeit gesichert werden. Die Verzinsung ist dabei abhängig von Einlagenhöhe und Anlagedauer. Leider haben in Niedrigzinsperioden abgeschlossene Festgeldanlagen den Nachteil, dass das Geld auch dann weiterhin schwach verzinst wird, wenn die allgemeine Zinssituation sich wieder verbessert. Insofern ist von einer Festgeldanlage – vor allem mit längeren Laufzeiten – in Niedrigzinsphasen eher abzuraten.

  • Größter Vorteil: Kein Risiko. Nach dem Laufzeitende erhält der Anleger den Gesamtbetrag inklusive Zinsen zurück. Der vereinbarte Zinssatz ist garantiert.
  • Größter Nachteil: Positive Änderungen auf dem Finanzmarkt haben keine Auswirkungen auf die Verzinsung. Im schlimmsten Fall bleiben die Niedrigzinsen noch jahrelang erhalten, während es für Neuverträge längst wieder richtig Geld gibt.

Optimal für zwischendurch: Das verzinste Girokonto

Einige Banken bieten Ihren Kunden verzinste Girokonten an. So gewährt beispielsweise die PSD Bank Berlin-Brandenburg für Guthaben auf dem Girokonto eine Verzinsung ab dem ersten Cent an. Der Zinssatz ist hier abhängig vom jeweils aktuellen Kontosaldo.

Grundsätzlich sollten derartige Angebote vor einer möglichen Kontoeröffnung aber immer genau geprüft werden, denn häufig bezieht sich die Verzinsung nicht auf den Saldo des eigentlichen Girokontos sondern nur auf den des angeschlossenen Tagesgeldkontos oder wird nur für Guthaben auf dem Kreditkartenkonto gewährt.

  • Größter Vorteil: Nur ein Konto erforderlich. Um Zinsen zu bekommen müssen keine aufwändigen Transaktionen vorgenommen werden.
  • Größter Nachteil: Im Vergleich zu Tagesgeld- und Festgeldanlagen eher geringe Zinssätze.

Die Mischung macht’s

Bei der Wahl der richtigen Geldanlageform gilt es stets, die individuellen Bedürfnisse des Sparers zu berücksichtigen. Grundsätzlich hat sich ein Mix aus verschiedenen Angeboten bewährt: Ein verzinstes Girokonto, um Kapitalerträge möglichst vom ersten Cent an zu erwirtschaften und auch von kurzfristigen Guthaben zu profitieren, ein Tagesgeldkonto für größere Summen bei jederzeitiger Verfügbarkeit und eine gut überlegte Festgeldanlage mit moderater Laufzeit, um gegen möglicherweise weiter fallende Zinsen gewappnet zu sein.

Anbieter-Vergleich ein Muss

Auch wenn der Weltspartag primär bei den regionalen Sparkassen und Volksbanken Bedeutung hat, sollten Anbieter im Internet in bracht gezogen werden, da dort von Direktbanken bis zu vier mal mehr Zinsen angeboten werden. Auf diesen Seiten können Sie sich einen Überblick verschaffen:

  1. Ein Kommentar zu “Sichere Geldanlagen: Ein Überblick”

  2. Ein sehr informativer Artikel mit gnaz wichtigen Informationen. Inbesondere der Hinweis auf den Anbietervergleich sollte man grundsätzlich durchführen. Erst so kann man sich einen Überblick über die Anbieter und deren Konditionen machen.

    geschrieben von Thomas am 17. Jun, 2015

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