Gabentische und Rätsel zum Weltspartag (Interview mit der Hallertauer Volksbank)

2. Oktober 2012 – 18:57

Wir freuen uns, wieder einen Verteter einer Volksbank für ein Interview gewonnen zu haben. Dieses Mal berichtet Günter Staud, Marketingleiter der Hallertauer Volksbank eG, über seine Erfahrungen und Erinnerungen zum Weltspartag.

1. Herr Staud, auf welche Aktionen können sich die großen und kleinen Besucher der Hallertauer Volksbank dieses Jahr freuen?

Die Kinder sollen ihr mühsam Erspartes gerne zur Bank bringen. Unser Antrieb ist es, die Augen der Kinder zum Leuchten zu bringen. Hierzu bauen wir alljährlich in allen Filialen „Gabentische“ – wie wir es vom Weihnachtfest her kennen – auf. Jeder (fleißige) Sparer darf sich aus einer Vielzahl von Geschenken etwas aussuchen. Gerade bei den Kleinsten darf der obligatorische Luftballon nicht fehlen. Der ist oftmals noch wichtiger als ein Geschenk.

Zusätzlich bieten wir auch jedes Jahr ein altersgerechtes Gewinnspiel oder Preisrätsel an, bei dem viele hochwertige Sachpreise zur Auslosung kommen.

2. Wie hat sich der Weltspartag Ihrer Erfahrung nach in den letzten Jahren entwickelt?

Die Sinn des Weltspartags bzw. der Sparwoche ging in den letzten Jahren gerade für Erwachsene (leider) verloren. War es zu früheren Zeiten DER Zeitpunkt, um sein Erspartes zur Bank zu bringen bzw. sich für eine sinnvolle Anlage zu entscheiden, passiert dies heutzutage das ganze Jahr über. Bargeld wird auch nicht mehr zu Hause angesammelt, um es dann zur Bank zu bringen. Wer dennoch Bargeld einzahlen möchte, wartet nicht auf die Sparwoche, sondern kann dies 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und 365 Tage im Jahr an Einzahlautomaten tun.

Der Umlauf von Bargeld hat sich durch die modernen Möglichkeiten der Kartenzahlungen und des elektronischen Zahlungsverkehrs ohnehin deutlich reduziert.

Wer sparen möchte, tut dies heute meist in festen monatlichen Raten. Ein vereinbarter Betrag wird regelmäßig (einmal oder auch zweimal im Monat) elektronisch auf einen Spar-/Bauspar-/Fondssparvertrag verbucht.

Der Weltspartags bzw. die Sparwoche ist somit ein Relikt aus Zeiten, in denen die Banken ihre Kunden noch auf den Spargedanken aufmerksam machen mussten.

Für Kinder ist die Sparwoche immer noch aktuell. Sie sollen durch das Ansammeln von kleinen Beträgen in ihrer Spardose zum Sparen animiert werden. Mit einem Geschenk für die Einzahlung bei der Bank wird das Sparen auch noch belohnt.

3. Haben Sie noch Erinnerungen an den Weltspartag in Ihrer eigenen Kindheit?

Für mich war die Sparwoche immer ein Highlight. Meine Freunde und ich sparten sozusagen „um die Wette“. Es war immer spannend zu sehen, was sich in der damals noch fest verschlossenen Spardose das ganze Jahr über angesammelt hat. Jeder schaute Jedem über die Schulter, um auszuwerten, wer das meiste Geld angesammelt hat. Wir haben abgesprochen, wer welches Geschenk nimmt, damit wir diese auch mal austauschen konnten. Mit den bekommenen Geschenken wurde im Anschluss gemeinsam gespielt.

4. Welche Argumente haben Sie als Bankmitarbeiter in Zeiten von Zukunftssorgen und steigender Inflation für das Sparen?

Zugegeben. Das aktuelle Zinsniveau spricht nicht wirklich für’s Sparen. Derzeit übersteigt die Geldentwertung den Zinsertrag. Dennoch ist es wichtig, sind frühzeitig daran zu gewöhnen, einen Teil seines Einkommens zurückzulegen, sich sozusagen zum regelmäßigen Sparen zu erziehen. Was im ersten Moment nach Verzicht klinkt, kann auf lange Frist gesehen große Wünsche erfüllen. Sollte sich später mal das sogenannte Vor-Sparen (in Form einer Sparrate) in das sogenannte Nach-Sparen (in Form einer Darlehensrate für eine größere Anschaffung oder für eine Immobilienfinanzierung) wandeln, dann ist man das entbehren eines Teils seines Einkommens bereits gewöhnt und kann leichter damit umgehen.

Im Übrigen können wir ja auch davon ausgehen, dass sich das Zinsniveau auch mal wieder dahingehend verändert, dass der Zinsertrag die Inflationsrate übersteigt.

5. Was war die schönste Aktion, die Sie in Ihrer Hallertauer Volksbank je durchgeführt haben?

Eines unserer Sparwochenrätsel hatte zum Inhalt, dass die Kinder fehlende Buchstaben eines Lückentextes suchen mussten. Zu jedem fehlenden Buchstaben haben wir eine Frage gestellt, die das Kind zu einem Händler oder Geschäft im Ort gelotst hat. Im dortigen Schaufenster oder im Ladengeschäft war dann einer der fehlenden Buchstaben zu finden. So lernten die Kinder spielerisch ihren Ort und die regionalen Händler und Geschäfte kennen. Unsere „Schnitzeljagd“ war bei den Kindern der Renner. Selbst die Eltern und natürlich die beteiligten Händler waren begeistert.

Vielen Dank! Wir wünschen Ihnen und der Hallertauer Volksbank einen tollen Weltspartag 2012!

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